Es ist jetzt mittlerweile über eine Woche vergangen.
Eine Woche ohne Tabletten.
Und es wird immer und immer schwerer einen klaren Gedanken zu fassen.
Anfangs konnte ich die Gedanken durch Ablenkung vergessen.
Doch es bringt nichts mehr.
Die Gedanken bleiben.
Und ich habe das Gefühl, sie bekommen langsam überhand über meinen Körper.
Wenn die Gedanken geprägt sind von Selbsthass und dem Wunsch zu sterben.
Wenn man fast nur noch daran denkt einfach alles beenden zu wollen, weil es nicht mehr geht, weil man kraftlos ist.
Lustlos. Gefangen in Gedanken, die einen Stück für Stück einen Schritt näher an den Tod bringen.
Ich werde weiterhin auf die Tabletten verzichten, auch wenn es mich tötet.
Und ich bin mir eindeutig sicher, das dies früher oder später passieren wird.
Ich kann dann wenigstens sagen, dass ich es versucht habe.
Zu einem kleinen Teil für mich und zu einem großen Teil für eine echt tolle Person.
Für eine Person, die es glücklich machen würde, wenn ich ein Leben ohne Tabletten führen könnte.
Doch ich habe Angst es nicht zu schaffen.
Angst davor, zu schwach zu sein um weiter zu kämpfen.
Angst ihn eventuell zu enttäuschen, wenn ich es nicht weiter durchziehe.
Ich versuch ohne Tabletten zu leben, doch wie lange ich das schaffe ist ungewiss.
Ich möchte lachen können ohne dazu gezwungen zu werden.
Doch mir ist bewusst, dass ich es ohne die Tabletten nicht kann.
Zumindest nicht sehr lange.
Ich merke immer mehr, wie die Gedanken meinen Körper kontrollieren.
Ein glückliches Leben ohne Schmerz?
Für mich fast unmöglich.
Der Schmerz wurde zu einem Teil von mir.
Ein Teil, der mich immer wieder spüren lässt, dass dies alles real ist und nicht nur ein dummer Traum.
Und diese Gedanken zeigen mir auch, dass ich lebe.
Auch wenn ich es manchmal gerne nicht mehr tun würde.
Ach Mäusel ,_, das mit dem Tabletten absetzen kann ich leider so nicht direkt nachvollziehen, aber ich bin mir sicher, dass es vielen so geht, dass die erste Zeit einfach immer die schwerste und beschissenste ist. Ich lese ja auch noch andere Blogs mit und eine, die so in meinem Alter ist, macht auch gerade den "Entzug" durch. Und es geht ihr noch viel beschissener, als sie vorher je das Gefühl hatte. Aber, und da bin ich mir ganz sicher, es ist schaffbar. Es ist "im Moment" so, und es kommt ganz ganz sicher die Zeit, wo es super auch ohne das Zeug geht.
AntwortenLöschenUnd ich bin mir verdammt sicher, dass du es schaffst. Dass du wieder einen Weg in das Land des Lächelns findest. Es wird nicht einfach, es wird dauern und es wird schwer sein. Aber du bist verdammt stark. Du packst das, das weiß ich.
Und ich glaube, niemand wäre enttäuscht, wenn du die Tabletten nimmst, damit es dir besser geht. Es ist ja nicht so, als ob es dir absichtlich so beschissen ginge. Nein. Und deswegen kann und darf eigentlich auch niemand enttäuscht sein, nur weil du die Tabletten nimmst.
Setz dich selbst bitte nicht so unter Druck damit, ja? Denn keinem ist geholfen, wenn du zwar die Tabletten nicht nimmst, dich dafür aber dann von der nächsten Brücke stürzt. Das wäre mehr als nur extrem mega superduper scheiße ,_,
*nimmt dich in den Arm und drückt dich ganz fest an sich*
Ich würde am liebsten sonstwas in Bewegung setzen, nur um dir zu helfen. Nur um zu machen, dass es dir besser geht, du endlich auch mal in Ruhe glücklich sein kannst, ohne ein paar Minuten später wieder in ein schwarzes Loch zu fallen, weil dich irgendwas dort hineinschubst (z.B. deine Eltern oder so :/)
Ich hab dich schrecklich doll lieb und ich glaube an dich. Tu, was das richtige für dich ist, aber setz dich nicht unter Druck. Du allein entscheidest, was gut für dich ist. Niemand anderes!
Ich hab dich lieb *knutscht und drückt dich* <3